Kegelrobbe

    Seehund

    Wer sich als Nordseeinselbesucher fragt: „Habe ich nun eine Kegelrobbe oder einen Seehund gesehen?“ der ist mit Sicherheit nicht allein.
    Der Begriff Robbe ist der Oberbegriff für verschiedene Arten. Wie auch Kegelrobbe und Seehund! Robben werden in drei Familien aufgeteilt: Ohrenrobben, Hundsrobben und das Walross. In unserer schönen Nordsee leben zwei der insgesamt 35 Robbenarten, die Kegelrobbe und der Seehund. Sie gehören beide zu den Hundsrobben (ohne sichtbare Ohrmuscheln) und stammen von otterähnlichen Vorfahren ab.

     

     

    Unterschiede zwischen Seehund und Kegelrobbe

    Unterscheiden lassen sich die beiden Arten in der Größe und der Form des Kopfes. Seehunde sind in der Regel viel kleiner als Kegelrobben. Die Weibchen werden 1,20 m -1,50 m und wiegen 80 kg. Die Männchen sind etwas größer mit 1,50 m – 1,80 m und einem Gewicht von 100 kg.
    Die Kegelrobben sind fast das Doppelte an Masse. Die Weibchen messen bis zu 1,90 m und wiegen stolze 150 kg. Die Männchen sind wahre Kolosse mit bis zu 2,30 m und 330 kg.

    Auch wenn man als ungeübter  Beobachter nicht so schnell das Gewicht oder die Größe abschätzen kann, bleibt einem immer noch der Kopf als Merkmal.
    Seehunde haben ein grau-silbriges Fell mit dunkeln Flecken und einen rundlichen Kopf. Kegelrobben hingegen unterscheiden sich sowohl in der Fellfarbe als auch in der Kopfform von den Seehunden. Die Weibchen haben ein helles Fell mit dunklen Flecken und die Männchen ein dunkles Fell mit hellen Flecken. Zudem haben Kegelrobben einen langgezogenen Kopf und kegelförmige Zähne. Hoffen wir mal, dass niemand jemals so nah an eine Kegelrobbe rankommt, um die Form der Zähne zu überprüfen. Im Notfall sagen wir einfach, wir haben eine Robbe gesehen!

     

    Bitte nicht anfassen!

    Die Kegelrobbe steht im Wattenmeer am Ende der Nahrungskette und hat keine natürlichen Feinde. Die einzigen Hauptgefahren mit der eine Kegelrobbe konfrontiert wird sind die Verschmutzung der Meere und der Verlust ihres Lebensraums.

    Nordseeinseln-Robbe-gefangen-in-Müll

    Robbe gefangen im Meeresmüll

    Als Beobachter darf man bitte nie vergessen unbedingt Abstand zu Seehunden und Kegelrobben zu halten. Robben sind Wild- und Raubtiere!
    Halte möglichst großen Abstand, beunruhige das Tier nicht, nicht anfassen, nicht ins Wasser scheuchen und die Hunde immer an der Leine halten. Ansonsten kann es für Robbe, Mensch oder Hund ungemütlich ausgehen.

     

    Robbe gefunden – was tun?

    Besonders wichtig ist der Umgang mit gefundenen Robben. Er wird in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. In keinem Fall sollte man die Tiere jedoch anfassen, da es kann immer sein, dass Mama-Robbe wieder zurückkommt und ihr Baby dann nicht mehr den richtigen Geruch an sich hat.
    Wenn Ihr eine Robbe findet und ihr den Eindruck habt, dass Hilfe benötigt wird, wendet euch bitte an die zuständigen Personen des jeweiligen Bundeslandes:

    Schleswig-Holstein: Seehundjäger, Seehundstation Friedrichskoog (Tel. 04854 -1372) oder die Polizei anrufen.

    Niedersachsen: Wattenjagdaufseher oder Seehundstation Norden-Norddeich (Tel. 04931-8919) kontaktieren.

    Hamburgisches Wattenmeer: Informiere die hamburgische Nationalparkverwaltung (Tel. 04721-69271) oder das Nationalpark-Haus Neuwerk (Tel. 04721-395349).

    Lust auf Nordseeinsel Urlaub?

    Jetzt hier mit der eingebundenen Suche von Booking.com direkt deine ideale Unterkunft auf deiner Wunschinsel finden!
    Booking.com

    Gefällt Dir unser Blog? Dann folge uns und erhalte noch mehr aktuelle Infos, Tipps und Bilder! Oder teile diesen Artikel ganz einfach mit deinen Freunden