Das Friesenmuseum Föhr bietet allerhand zu entdecken! Bild: friesen-museum.de/

    Wo Naturkunde sehenswert und Kulturgeschichte erlebbar ist

    Inmitten des Wyker Rosengartens erwartet Dich das Friesenmuseum Föhr. Den Eingang des reizvollen Freilichtmuseums bildet ein weithin sichtbares Tor aus den Unterkieferknochen eines Blauwals. Sobald du die imposante Nachbildung durchschritten hast, beginnt eine ganz eigene Welt aus geschichtsträchtigen Bauten und traditionellem Handwerk Nordfrieslands. Vor allem die jüngsten Besucher können eindrucksvoll den Alltag früherer Generationen kennenlernen.

    Friesenmuseum Föhr – wie alles begann

    Das Friesenmuseum Föhr wurde 1908 auf Initiative von Dr. Carl Haeberlin gegründet. Der deutsche Arzt war 1902 nach Wyk gekommen, um eine eigene Praxis zu eröffnen und sich mit Meeresheilkunde zu beschäftigen. Als Heimatforscher wurde Haeberlin Gründungsmitglied eines naturwissenschaftlich-kulturhistorischen Vereins, in dem die Idee zum Friesenmuseum Föhr entstand. Das Freilichtmuseum trägt den Namen des bekannten Badearztes bereits seit 1927. Heute präsentiert sich die
    Einrichtung als ein Ort, welcher regionale Geschichte, heimisches Brauchtum, sowie nordfriesische Volkskunde zeigt und bewahrt.

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    Der Rosengarten am Friesenmuseum Föhr

    Für Rosenliebhaber ist der Rosengarten am Friesenmuseum Föhr ein wahrer Traum!

    Vor dem Friesenhaus steht zur Erinnerung an die Walfangzeit der Inselbewohner eine Harpunenkanone. Das historische Objekt ist außerdem noch von einem Walknochenzaun umgeben. Für das Friesenmuseum Föhr wurden gleich zwei bronzezeitliche Grabkammern rekonstruiert. Außerdem kannst du auch mittelalterliche Steinsärge, die zwischenzeitlich als Viehtränke dienten, auf dem Gelände bestaunen. Hinter dem Hauptgebäude fällt der Blick auf einen vorgeschichtlichen Grabhügel. Der sogenannte Galgenberg diente vermutlich als örtliche Richtstätte. Die Midlumer Scheune aus dem 18. Jahrhundert ist ebenfalls zu bestaunen, da sie auf dem Museumsgelände wieder originalgetreu errichtet. Aus dem Jahr 1924 stammt die Bockwindmühle von der Hallig Langeneß, die im Friesenmuseum Föhr einen würdigen Platz fand. Ebenfalls Sehenswert ist der prachtvolle Rosengarten. Er umfasst mittlerweile eine Sammlung von etwa 100 alten Rosensorten. Im Außengelände kannst du als Besucher ohne Eintritt verweilen. Lohnenswert ist zudem auch ein Besuch in den Räumlichkeiten des Haupthauses, das du am Namensschild “Drie Süsters” erkennst.

    Friesenmuseum Föhr – was es zu entdecken gibt

    Solltest du Dich für Geologie, Volkskunde und Archäologie interessieren, dann wird Dich das Friesenmuseum Föhr mit seinen kontrastreichen Ausstellungsstücken begeistern. Alle Exponate wurden liebevoll zusammengetragen und im Detail gestaltet. Der Rundgang im Haupthaus beginnt mit Versteinerungen aus Marsch und Watt, sowie einem Einblick in die vergangene Salzgewinnung aus Meerestorf. Als frühestes Fundstück menschlicher Besiedlung gilt im Friesenmuseum Föhr eine 9.000 Jahre alte Knochenharpune. Aber auch aus der Bronzezeit kannst du sehenswerte Fundstücke wie Gebrauchsgegenstände, Waffen, Schmuck und Urnen bewundern. Weiterhin beeindruckt die Eiszeit mit kunstvoll verzierten Tongefäßen und einer bronzenen Schmuckfibel. Fang- und Jagdmethoden werden im Friesenmuseum Föhr in der Abteilung für Naturkunde beschrieben. Hier vermittelt dir die Ausstellung auch einen generellen Überblick zur heimischen Tierwelt. Zudem ist auch an Themen wie Seefahrt, Walfang, Handwerkskunst und Traditionen bei einer Besichtigung im Haupthaus gedacht.

    Das Haus Olesen

    Zu den Attraktionen im Friesenmuseum auf Föhr gehört das Haus Olesen. Es wurde 1617 in Alkum erbaut. Das älteste Gebäude der Nordfriesischen Insel befindet sich seit 1927 auf dem Areal des Freilichtmuseums. Hier erlebst du wie entbehrungsreich das Wohnen und Arbeiten war. Hier fühlst du Dich in eine andere Zeit versetzt, in der Baumaterialien knapp und teuer waren, sowie Mensch und Tier unter einem Dach lebten. Als separates Nebengebäude ist die Scheune von Midlum einzigartig, denn normalerweise schloss auf Föhr der Vorratsspeicher direkt an das Wohnhaus an. Heute bietet der Raum einen besonderen Rahmen für Veranstaltungen im Friesenmuseum Föhr. Seit 1953 bereichert die kleine Bockwindmühle mit Mahlwerk das Museumsgelände.

    Wie vielfältig der Veranstaltungsort genutzt wird

    Das Museum ist ganzjährig geöffnet. Allerdings variieren die Öffnungszeiten je nach Saison. Für Kinder gibt es hierbei zahlreiche Veranstaltungen zum Mitmachen. Im historischen Ambiente von Haus Olesen können sich Heiratswillige trauen lassen. Sollte es für einen anschließenden Sektempfang zu kalt sein, ist Glühwein eine köstliche und wärmende Alternative. Ob Tag des offenen Museums oder Mittelaltermarkt im Museumsgarten – rund um das Friesenmuseum Föhr ist viel geboten!

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